
Students Remember arbeitet unter dem Motto "Erinnern. Verstehen. Zukunft? Gestalten!" daran, einer lebendigen Erinnerungskultur einen festen Platz an deutschen Hochschulen und mitten im studentischen Leben zu geben. Details arbeiten wir derzeit in einem Grundsatzprogramm aus. Sie können es ab Juni unter dem folgenden Link ausführlich nachlesen.
ERINNERN.
Erinnern ist der erste Schritt, wenn man sich mit der Vergangenheit auseinandersetzt. Die Themen, mit denen sich Erinnerungskultur beschäftigt, sind Gegenstand gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse. In Deutschland konzentriert sich die Erinnerung insbesondere auf die Terrorherrschaft der Nationalsozialisten und ihre Verbrechen an den europäischen Juden. Zunehmend stehen die DDR-Vergangenheit und die deutsch-deutsche Geschichte sowie der Kolonialismus ebenfalls im Fokus.
Für Students Remember bedeutet Erinnerungskultur innezuhalten und zu gedenken; zurückzutreten und das Leid der Vergangenheit in seinem Umfang und seinen Ausprägungen anzuerkennen und begreifen zu wollen.
VERSTEHEN.
Daneben steht die Einsicht, dass unsere Gegenwart historisch gewachsen ist: Politische Konflikte, gesellschaftliche Spannungen und zentrale Debatten unserer Zeit lassen sich nur begreifen, wenn wir ihre historischen Voraussetzungen verstehen.
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Für Students Remember ist Erinnerungskultur deshalb vor allem ein methodischer Zugang zu den großen Fragen unserer Zeit: Wir nutzen Geschichte, um Zusammenhänge und Mechanismen, sowie Brüche und Kontinuitäten sichtbar zu machen und so die Gegenwart zu verstehen. Dieser Zugang ist themenoffen. Er ermöglicht es, sehr unterschiedliche Fragen zu bearbeiten – von politischer Gewalt und demokratischen Ordnungen bis hin zu Antisemitismus, Ausgrenzung, Freiheit und Verantwortung.
ZUKUNFT?
GESTALTEN!
Ein Verständnis für die Geschichte zeigt, dass gesellschaftliche Entwicklungen stets das Ergebnis von individuellen Entscheidungen und damit von jedem gestaltbar sind.
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Für Students Remember liegt der Horizont von Erinnerungskultur damit in der Zukunft: Erinnerung schafft einen Raum, in dem Werte, Verantwortung und Konsequenzen sichtbar werden können. Sie verbindet historisches Wissen mit der Frage, wie wir heute handeln und wie wir die Zukunft gestalten können und wollen.
