Warum funktioniert Antisemitismus, Armin Nassehi?
Mi., 27. Mai
|Geschwister-Scholl-Platz 1
Armin Nassei hat ein Buch geschrieben - und wir wollen wissen, was drinsteht in seinen „Anmerkungen zum Antisemitismus“.
Zeit & Ort
27. Mai 2026, 19:00
Geschwister-Scholl-Platz 1, Geschwister-Scholl-Platz 1, 80539 München, Germany
Gäste
Über die Veranstaltung
Antisemitismus ist nicht erst seit dem 7. Oktober 2023 sichtbar. Er gehört zu den langlebigsten und zugleich wandelbarsten Formen gesellschaftlicher Feindbilder. Seine historischen Erscheinungsformen sind umfassend erforscht – vom religiösen Antijudaismus über den modernen Antisemitismus des 19. Jahrhunderts bis hin zur nationalsozialistischen Vernichtungspolitik. Wodurch erklärt sich diese beständige Präsenz? Welche sozialen, kulturellen und politischen Mechanismen ermöglichen seine immer neuen Ausdrucksformen?
Für eine reflektierte Erinnerungskultur stellt sich diese Frage mit besonderer Dringlichkeit. Denn wenn Erinnerung mehr sein soll als historisches Gedenken, muss sie die strukturellen Bedingungen verstehen, unter denen antisemitische Deutungsmuster entstehen, Anschluss finden und gesellschaftlich wirksam bleiben. Erinnern heißt dann nicht nur zurückblicken, sondern Gegenwart analytisch durchdringen.
Der Soziologe Armin Nassehi widmet sich diesen Fragen in seinem neuen Buch „Anmerkungen zum Antisemitismus“. Für Students Remember stellt er die zentralen Überlegungen seines Buches in einem Impulsvortrag vor und kommt anschließend mit Studierenden ins Gespräch: Wie lässt sich Antisemitismus wissenschaftlich präzise verstehen.…
